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Die Stadt ist aus einer phönizischen Niederlassung entstanden, die gegen Ende 3 Jh. v. Chr. unter die Herschaft Roms kam. Seit jener Zeit wuchs die Stadt mit Namen 0lisippo (oder Olixbona) zu einer bedeutenden Handelsmetropole heran. Im 5. Jahrhundert waren es die Westgoten, die das bereits unter den Römern angelegte Kastell erweiterten. 714 mussten sie den Mauren weichen. Im arabischen Lischboa entstanden als unbefestigte Vorstädte die heutigen Stadtviertel Alfama and Mouraria. 1147 gelang es dem portugiesischen König Afonso Henriques im Bunde mit den Kreuzfahrern, die Stadt zuruckzuerobern. Lissabon wurde Sitz der königlichen Familie und mit dem Ende der Reconquista im 13. Jahrhundert Hauptstadt des portugiesischen Königreichs. Schnell wuchs die Stadt Ober die Grenzen der alten Befestigungsmauer (cerca vehla), die den Burgberg and die Viertel bis hinunter zum Tejo umgab, hinaus. Ende des 14. Jahrhunderts errichtete man eine neue Verteidigungsmauer (cerca fernandina). Sie schlolss eine Fläche ein, die siebenmal grösser als die erste Ummauerung war. Seine wirkliche Grösse erreichte Lissabon mit den Entdeckungen and Eroberungen im 15. and 16. Jahrhundert. Die Schiffe kehrten schwer beladen mit Reichtumern aus

Übersee (Gewürze and Gold) in die Heimat zurück. Handelsgesellschaften aus dem europäischen Ausland liessen sich in Lissabon nieder, um am Orienthandel teilzunehmen. Dieser Ansturm bewirkte, das sich die Bevölkerung in weniger als hundert Jahren fast verdoppelte (1527: 65.000, 1620: 113.000).
Mit dem vernichtenden Erdbeben im November 1755 wurde dem Goldenen Zeitalter abrupt ein Ende gesetzt. Stadtteile auf wenig verfestigtem Schwemmland des Tejo wurden vollstandig zerstört; standfest blieben nur die Häuser in hoch gelegenen Vierteln, die auf festem Untergrund standen. Doch unmittelbar nach dem Beben richteten eine Flutwelle and Brände im gesamten Stadtgebiet zusätzlich grosse Schäden an. Die Katastrophe kostete mehr als 30.000 Menschen das Leben. Der Wiederaufbau wurde vor allem von Marquês de Pombal, dem damaligen Aussenminister, in eine neue Richtung gelenkt. Er liess, vom Geist der Aufklärung inspiriert, die Baixa (Unterstadt) komplett neu in einem rechtwinkligen Grundriss anlegen. Später führte man die Avenida da Liberdade als wichtiges Verbindungsglied von der Süd- in die Nordstadt. Erst in den dreissiger and vierziger Jahren expandierte der Bereich um die Allee. Nur wenig später vergrösserte sich die City um die besseren Wohngebiete nördlich der Praça Marquês de Pombal. Seitdem sind hier Verwaltungen grosser Firmen, zahlreiche Büros and Einkaufszentren ansässig.




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